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Tierarztpraxis

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Öffnungszeiten der Kleintiersprechstunde

 

 

Montag       16:00 - 18:00

Dienstag     16:00 - 18:00

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Donnerstag 16:00 - 18:00

Freitag        16:00 - 18:00

 

Mittwochs findet keine offene Sprechstunde mehr statt.

 

Kastration beim Hund

Der Unterschied zwischen Kastration und Sterilisation

 

Sterilisation

Kastration

Durchtrennen des Samenstrangs bzw. Eileiters

Entfernung der Hoden bzw. Eierstöcke und Gebärmutter

weiterhin Produktion von Sexualhormonen

Sexuelle Aktivitäten beendet

Rüde unternimmt Deckversuche

Hündin weiterhin läufig

Keine Fortpflanzungsmöglichkeit

Keine Läufigkeit

 

 

Kastrationsgrund „Krankheitsvorsorge“

 

Die Kastration als „Tumorprophylaxe“ bei der Hündin ist nicht empfehlenswert. Denn auch danach können sich Tumore an der Gesäugeleiste bilden, die dann in den meisten Fällen bösartig sind. Bei unkastrierten sind die Gesäugetumoren  in der Regel gutartig.

Eine Kastration wird angeraten, wenn es öfters zu einer krankhaften Scheinträchtigkeit kommt. D.h. ein pralles Gesäuge mit Milchfluss, Verweigerung des Futters, Lustlosigkeit beim Spaziergang oder Aggressionen zur Verteidigung von vermeintlichen „Welpen“.

Die Kastration ist dringend notwendig wenn es zu einer Gebärmuttervereiterung kommt (siehe Foto). Die Hündin zeigt Mattigkeit, vermehrtes Trinkverhalten, Appetitlosigkeit und Fieber.

Wenn nicht kastriert wird, kommt es zu einer Sepsis bis zum Tod.

 

Beim Rüden ist die Kastration notwendig wenn Hodentumoren, Tumoren der Drüsen rund um den After, Prostatavergrößerung und –entzündungen sowie wenn chronisch werdende Vorhautentzündungen vorliegen.

 

 

Kastrationsgrund „Verhaltensänderung“

 

Unerwünschte Verhaltensweisen sind meistens auf Erziehungs- und Haltungsfehler zurückzuführen. Nur bestimmte Verhaltensweisen, die durch Sexualhormone gesteuert werden, wie z.B. die Aggression während der Scheinträchtigkeit, Ausbüxen, stundenlanges Jaulen, Unverträglichkeit gegenüber anderer Rüden oder das Einstellen des Fressens, können beeinflusst werden.

Auf erlernte Verhaltensweisen hat die Kastration keinen Einfluss. Darunter zählt z.B. Aggressivität zum Menschen, starker Bewegungsdrang, Jagdverhalten oder schlechte Lernbereitschaft.

Die Kastration kann auch Verhaltensprobleme erzeugen. Denn durch diesen Eingriff verändert sich der Geruch des Rüden, woraufhin unkastrierte Rüden Deckversuche unternehmen. Daraus kann sich ein aggressives Verhalten entwickeln, um sein Gegenüber abzuwehren.

 

 

Unerwünschte Auswirkung

 

  • Bei einer zu frühen Kastration (vor dem 1,5ten und 2ten Lebensjahr) fehlen die Sexualhormone für die körperliche und soziale Ausreifung
  • D.h. kindliches verspieltes Verhalten bis ins hohe Alter (keine Pubertät)
  • Junge Hündinnen leiden oft an Scheidenentzündung, die durch das Geschlechtshormon Östrogen abheilt (Hormonbildung bei der 1. Läufigkeit)
  • Wenn vor der 1. Läufigkeit kastriert wird, bleibt die Entzündung, steigt auf und wird zur chronischen Blasenentzündung, à häufiges Urinabsetzen
  • Fellveränderung (Welpenfell)
  • Narkose- und Operationsrisiko
  • Gewichtszunahme
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